Geschichte
Ursprung
Es wird angenommen, dass Mailand von den Kelten Norditaliens um 600 v.Chr. gegründet und ca 222 v.Chr. von den Römern erobert wurde. Daraufhin war es als Mediolanum bekannt.Wachstum
Im 4. Jahrhundert n.Chr., zu Zeiten des Bischofs Sant´Ambrogio und des Kaisers Theodosius I, wurde Mailand für kurze Zeit zur Hauptstadt des westlichen Römischen Reichs. Zu diesem Zeitpunkt war sie auch die zweitgrößte Stadt Europas, mit mehr als 300.000 Einwohnern. Sant´ Ambrogio ist nun der Schutzpatron Mailands.
Im 11. Jahrhundert, nach der ostgotischen und lombardischen Ära, erlangte die Stadt wieder an Bedeutung und erlangte zusammen mit einigen anderen italienischen Städten Semi-Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich.
Während der Pest 1349 war Mailand einer der wenigen Orte, der unberührt blieb, dafür starben aber 1402, 1542, 1576 und 1629 mehr als 220.000 Menschen den schwarzen Tod.
Während der Renaissance wurde Mailand von den Visconti und den Sforza Familien beherrscht, für die Künstler wie Leonardo da Vinci und Bramante arbeiteten.
Nachdem Mailand im 15. Jahrhundert versuchte, den Rest Norditaliens zu erobern, wurde es erst von Frankreich und dann von Österreich (Habsburg) eingenommen. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde es der spanischen Habsburgerlinie zugesprochen.
Die Moderne
Im 18. Jahrhundert übernahm Österreich die Vorherrschaft über Mailand, aber die Französische Revolution und die napoleonischen Kriege führten dazu, dass Mailand Teil der französischen "republiche cisalpine" und später des italienischen Königreichs unter Napoleons Bruder wurde.Bald war das Königreich Lombardei-Venetien aber wieder unter österreichischer Herrschaft und wurde danach zum Zentrum des italienischen Nationalismus, der die Einigung und Unabhängigkeit Italiens erreichen wollte. 1859 (nach dem zweiten Unabhängigkeitskrieg) wurde die österreichische Herrschaft durch das Königreich Sardinien beendet und führte zur Gründung des Königreichs Italien im Jahre 1861. Die neu gegründete Savoy-Monarchie unterstützte den Gebrauch des Neorenaissance-Stils als einen Weg, um Patriotismus auszudrücken.
Da es ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum war, wurde Mailand während des 2. Weltkriegs stark zerbombt. Sogar nachdem Pietro Badoglio 1943 die Stadt aufgab, gingen die Angriffe weiter, denn Mailand war Teil Mussolinis Marionettenstaats und eine wichtige Kommandozentrale der deutschen Truppen. Als der Krieg in Italien endlich zu Ende ging, war Mailand stark beschädigt und Nachbarschaften wie Precotto und Turro komplett zerstört. Die Stadt wurde wieder aufgebaut und ist schnell wieder zu einem wichtigen Finanz- und Industriezentrum geworden. Mehr als 30% der Gebäude waren zerbombt und andere 30% mussten wegen großen Schäden abgerissen werden. Das erklärt, wieso viele der Gebäude der letzten 1.000 Jahre verloren gegangen sind.